Schritt 1: Die vergangene Zeit bestimmen
Wir nennen die seit der Geburt vergangene Zeit t. In der Kalenderansicht ist das die Differenz der beiden Daten in Tagen. Vom 1. Januar 2000 bis zum 2. Januar 2000 vergeht ein Tag; am Geburtsdatum selbst ist t = 0. Tatsächliche Datumsdifferenzen berücksichtigen die unterschiedlichen Monatslängen und Schalttage. Eine Näherung wie Lebensjahre mal 365 würde dagegen Tage verlieren.
Der Rechner setzt beide Kalenderdaten rechnerisch auf 00:00 UTC. Dadurch beeinflusst eine örtliche Sommerzeitumstellung die Anzahl dieser Modelltage nicht. Beim optionalen Uhrzeitmodus werden echte Zeitpunkte mit gewähltem UTC-Abstand verglichen. Dann können Bruchteile von Tagen entstehen. Die Geburtsstunden-Demonstration macht diese Verschiebung sichtbar.
Schritt 2: Die Periode einsetzen
Die Formel lautet Wert = 100 × sin(2π × t / P). Für P setzen wir 23, 28 oder 33 Tage ein. 2π entspricht einer vollen Runde im Bogenmaß. Nach jeweils P Tagen hat die Funktion deshalb wieder dieselbe Position. Der Faktor 100 skaliert das Ergebnis auf den Bereich von −100 bis +100.
Ein Zahlenbeispiel: Bei einem vergangenen Tag und einer Periode von 23 Tagen rechnen wir 100 × sin(2π / 23). Das ergibt ungefähr +27,0 %. Für denselben Tag liefern 28 Tage ungefähr +22,3 % und 33 Tage ungefähr +18,9 %. Im Taschenrechner muss die Sinusfunktion dafür auf Bogenmaß (RAD) stehen.
Schritt 3: Kurvenposition und Zahl unterscheiden
Nach einem Viertel der Periode liegt der Wert bei +100, nach der Hälfte bei null, nach drei Vierteln bei −100 und nach einer vollen Periode wieder bei null. Ein körperlicher Zyklus erreicht das erste Maximum rechnerisch nach 5,75 Tagen. Der emotionale erreicht es nach 7 und der geistige nach 8,25 Tagen.
Der Ring des Rechners stellt die zurückgelegte Zyklusposition dar. Der Prozentwert ist dagegen die Höhe der Sinuskurve. Ein fast geschlossener Ring entspricht deshalb nicht fast +100 Prozent. Auch das Vorzeichen verrät noch nicht, ob die Kurve steigt oder fällt: Dafür zeigt der Rechner einen zusätzlichen Richtungspfeil.
Warum gerade 23, 28 und 33 Tage?
Diese Perioden sind Vorgaben der klassischen Biorhythmus-Lehre, keine aus deinen Daten ermittelten Eigenschaften. Unser Rechner passt sie nicht an deinen Schlaf, dein Alter oder deine Beobachtungen an. Die drei Bezeichnungen sind historische Modellbegriffe. Ihre Verwendung macht die Kurven nicht zu Messungen von Körper, Gefühl oder Denken. Forschungsübersicht
Den historischen Hintergrund erklären wir auf der Seite Fliess, Swoboda und die Biorhythmus-Lehre. Zum praktischen Nachschlagen gibt es das druckbare Merkblatt. Möchtest du die Methode mit deinen Daten anwenden, öffne den persönlichen Rechner.
Häufige Fragen
Warum startet die Kurve bei null und nicht bei 100?
Weil das Modell eine Sinusfunktion ohne zusätzliche Startphase verwendet. Bei t = 0 ist der Sinuswert null.
Sind negative Werte weniger als null Prozent Leistungsfähigkeit?
Nein. Das Minuszeichen beschreibt die untere Hälfte der Sinuskurve. Der Wert misst keine Leistungsfähigkeit.
Wird vor oder nach der Rechnung gerundet?
Die Funktionen rechnen mit der Zeitdifferenz ohne Rundung auf Lebenstage. Erst die angezeigten Ergebnisse werden gerundet.